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Instrumentenbau-Seminar in Hildesheim

"Warum muss es in einem Kloster eigentlich immer so staubig sein?"

...diese Frage haben wir uns am Wochenende vom 14.-16.9.2007 des Öfteren gestellt, aber in einem ganz anderen Zusammenhang als man vielleicht auf den ersten Blick denken könnte...

Ganz neue Sounds waren im Auditorium des Michaelisklosters zu hören: da wurde geschliffen, gebohrt, gefräst, gehämmert, gefeilt, geölt, ... um aus verschiedenen Holzbrettern und -leisten, Schrauben und Saiten ein Cajon zu bauen.

Die peruanische Instrument, was übersetzt einfach nur "Kiste" bedeutet, hat in den letzten Jahren immer mehr Freunde gewonnen, da es leicht, leise und trotzdem sehr inspirierend zu spielen ist.

Im leisen Rahmen ersetzt das Cajon ein Schlagzeug und ist dadurch gerade auch für den Einsatz in Kirchen prädestiniert.

Unter Anleitung von Stefan Huber wurden die Cajons von den 15 Musikerinnen und Musikern gebaut und am letzten Tag auch bespielt. Anhand von verschiedenen Liedern aus den "Lebensweisen" haben wir einen Gang durch verschiedene Stilrichtungen gemacht und selbst Choräle können ansprechend mit dem Cajon begleitet werden.

Nicht nur die individuelle Ausgestaltung der Cajons begeisterte die Musiker - das Spielen auf dem eigenen, selbstgebauten, hochwertig klingenden Instrument ist etwas ganz Besonderes.

"Was bauen wir als nächstes?" sollte keine rhetorische Frage bleiben und so hoffen die Teilnehmer auf ein weiteres Angebot für das Jahr 2009.

... und der Staub, der beim Feilen, Fräsen und Schmirgeln entstanden ist, ist im Michaeliskloster bestimmt nicht mehr zu sehen...

A.S.

(Ein Klick auf das Foto vergrößert es.) Fotos: Wolfgang Teichmann

(Ein Klick auf das Foto vergrößert es) Fotos: Johanna Koechert

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